Die Geschichte der DEGUFO beginnt im Jahr 1992. Alles begann mit der Erkenntnis, dass die damals bestehenden UFO-Gruppen (CENAP, GEP e.V. und MUFON-CES) alle nicht vernünftig ermitteln würden, und dass es da unbedingt was Neues braucht, was die Arbeit richtig macht. So begann Reinhard Nühlen (Gründer der DEGUFO) im Jahre 1992 zunächst Kontakte zu knüpfen. Hierzu wurden zahlreiche ausländische UFO-Gruppen kontaktiert und Zeitschriften abonniert. 


Anfang 1993 begann dann die Suche nach Mitstreitern. Hierzu wurde in mehreren UFO-Magazinen eine Suchanzeige geschaltet. Kurze Zeit später meldeten sich mehrere Interessenten. Einer davon war Gerhard Cerven, welcher nach der Gründung der DEGUFO die norddeutsche Vertretung RUFON (Regionales UFO-Forschungszentrum Nord) leitete. Nachdem auch im Magazin 2000 eine Suchanzeige geschaltet wurde, stieg das Interesse an der geplanten Gründung stark an. 
Am 05.06.1993 trafen sich dann viele der Interessenten in Frankfurt a.M., um die DEGUFO zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein bereits zahlreiche Mitglieder aus D/A/CH. Der erste, gewählte Vorstand bestand aus folgenden Personen:

 

1. Vorsitzender: Reinhard Nühlen
2. Vorsitzender: Gerhard Cerven
Schatzmeister: Anna Maria Ademes

Zudem wurden für die Postleitzahlenbereiche 2-8 sowie Österreich und der Schweiz Regionalleiter gewählt. Die DEGUFO setzte sich damals folgende Ziele:

- Konkrete Erforschung und Analyse der UFO-Vorkommnisse im deutschsprachigen Raum auf rationaler und wissenschaftlich nachvollziehbarer Basis
- Information, Gedankenaustausch, Diskussion, Vorträge, Seminare, Workshops etc. innerhalb und außerhalb der DEGUFO
- Kontakt und Informationsaustausch zu anderen UFO-Forschungsgruppen in der ganzen Welt
- Schaffung von regionalen Organisationen und Fachgruppen, die auf überschaubarer Ebene tätig werden
- Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit staatlichen Stellen, Presse, Rundfunk und Fernsehen, um somit eine bessere Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung des UFO-Themas zu erreichen

 

Wie das immer so ist, kamen auch gleich negative Stimmen auf, die dem Verein keine lange Überlebenszeit gaben. In der Tat war und ist zu beobachten, dass Neugründungen eine relativ kurze Halbwertszeit haben und hatten. Von diesen gab es in den letzten 60 Jahren etliche. Insbesondere regionale Gruppen gab es viele, teilweise auch unter dem Dach größerer Gruppen. 

Das Konzept der DEGUFO ging auf. Die Mitgliederzahlen stiegen stetig an und auch UFO-Sichtungen wurden mittlerweile gemeldet. Im Jahre 1994 wurde nach langer Vorbereitungszeit die erste Ausgabe der Zeitschrift DEGUFORUM veröffentlicht. Sie wirkte noch recht spartanisch und bestand aus ca. 20 DIN A4 Seiten, welche oben links zusammengetackert waren. Dies änderte sich dann mit der zweiten Ausgabe. Sie wurde in Rückenstichheftung ausgeführt. Charakteristisch für die ersten ca. 20 Ausgaben war, dass sich jedes Mal die Farbe des Umschlags änderte. In den 4 Ausgaben pro Jahr gab es viel zu berichten. Neben Interna wurden stets die neuesten Sichtungseingänge präsentiert, ein Blick in die weite Welt geworfen und mit Aufsätzen ergänzt. 

 

Die DEGUFO war auch recht früh öffentlich aktiv. So fand vom 01.03.1994 - 14.03.1994 eine UFO-Ausstellung im Hanseviertel statt. Vom 23.09.1995 - 24.09.1995 fand erneut eine UFO-Ausstellung statt, diesmal in Sulzbach. Hier gab es dann auch ein Vortragsprogramm, u.a. mit Gerhard Cerven, Walter-Jörg Langbein sowie weiteren Persönlichkeiten der Szene. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht. 

 

Am 24.10.1994 strahlte die ARD die Sendung "UFOs - Es gibt sie doch!" aus. Zusammen mit der seit 1993 ausgestrahlten Serie "Akte X" entwickelte sich ein UFO-Boom, welcher bis 1997 anhielt. Danach sank das Interesse nach und nach immer weiter ab. Das Problem? Viele Mitglieder waren durch Akte X der Meinung, dass es in deutschen UFO-Forschungsgruppen so abgeht, wie im Film. So glaubten viele, dass wir jeden Tag Meldungen von großen, fliegenden Dreiecken bekommen, die wir idealerweise noch ertappen, wenn sie am Himmel sind. Und wenn es dann nicht so ist, kommen die Kündigungen. Natürlich hat Akte X nichts mit dem Alltag eines UFO-Forschers zu tun. Es gibt sehr selten einen Fall, den man als Problematic UFO einstuft. Am Häufigsten sind weiterhin irdische Verursacher wie z.B. Ballone, Lichteffektgeräte, Sterne, Planeten, Flugzeuge etc. 

Ende 1996 erhielt die DEGUFO die traurige Nachricht, dass Gerhard Cerven Selbstmord begangen hat. Das RUFON wurde daraufhin aufgelöst. Nun wurde es ruhiger um die DEGUFO. Fallbearbeitungen fanden weiterhin statt. Öffentliche Auftritte gab es aber keine mehr. 

 

Das sollte sich 2003 wieder ändern. Am 05.06.2003 wurde die DEGUFO 10 Jahre alt. Am 13./14.09.2003 fand in der Loge in Bad Kreuznach ein Jubiläumskongress statt. Zu den Referenten gehörten Frank Menhorn, Illobrand von Ludwiger, Hartwig Hausdorf, Kurt Diedrich, Prof. Dr. Eltschin N. Khalilov und Philip Mantle. Am Abend des 13.09.2003 trafen sich dann alle Teilnehmer zu einer Get-together-Party. 

Am 14.09.2003 gab es weitere Vorträge. Zu den Tagesreferenten gehörten Manfred Jelinski, Peter Hattwig, Joachim Koch, Jürgen Kyborg, Peter Krassa, Reiner Holbe, Philip Mantle und Douglas Spalthoff. Insgesamt konnte ein positives Fazit gezogen werden. Die Veranstaltung war gut besucht. Die Vorträge wurden übrigens gefilmt, und später als VHS-Kassette zum Kauf angeboten. Die nachfolgenden Jahre gestalteten sich wieder ruhiger. 

 

Erst 2008 kam es dann wieder zu einem bedeutsamen Ereignis: Auf der Frühjahrstagung in Erfurt vereinbarte die nachfolgende Generation von DEGUFO, GEP und MUFON-CES eine Zusammenarbeit. Zu lange wurden eigene Süppchen gekocht und gegeneinander gearbeitet. Das zumindest eine kurzzeitige Zusammenabeit möglich ist, zeigte sich am Projekt UFO-Datenbank. 2008 ist es erstmals gelungen, dass alle deutschen Gruppen an diesem Projekt beteiligt waren. Aus den unterschiedlichsten Gründen hielt dieser Status leider nicht lange. Dennoch wurde die Zusammenarbeit zwischen DEGUFO und GEP weiterhin betrieben. Eine gemeinsame Fallermittlerliste diente dazu, Falleingänge auszutauschen. 

Auf der Mitgliederversammlung im Herbst 2011 wurden erneut Weichen gestellt. Die Fallermittlung wurde neu organisiert, und damit effizienter gestaltet. Ein Pressesprecherposten wurde etabliert. Fortan war die DEGUFO öfters in den Medien zu finden. 2012 begleitete der NDR Alexander Knörr und Marius Kettmann auf ihre Reise an die Ostsee, um weitere Zeugen der Greifswaldlichter zu finden. Es fanden sich schnell mehrere Personen, die das Ereignis damals gesehen haben. Ein Zeuge sprach von ganzen Lichtgirlanden, die am Himmel standen. 

 

Ebenfalls im Jahr 2012 wurde das DEGUFO-Archiv gegründet, welches aus der Generationenbibliothek hervorging. Es hat die Aufgabe, Literatur und Schriftgut zum UFO und Grenzwissenschaftsthema zu bewahren, Nachlässe anzunehmen und für die Forschung verfügbar zu machen. 

 

Im Jahr 2019 schied die DEGUFO aus allen gemeinsamen Projekten aus, da es szeneintern zu starken Unstimmigkeiten gekommen war. Seitdem arbeitet die DEGUFO wieder für sich. 

 

Am 05.06.2023 wird die DEGUFO 30 Jahre als. Wir blicken gespannt auf dieses Jubiläum!